Tribute to Fjora


Vorgeschichte:
Ich bekam Fjora als ich 9 jahre alt war-wir waren nicht die besten Freunde,sie hatte auch vorher schon viel schlechtes durchgemacht.bis zu einer schweren Kolik-wo ich 2 Tage und nächte ohne schlaf an ihrer Seite ausharrte um sie nicht zu verlieren. Nach dieser Sache waren wir die dicksten Freunde und endlich ein richtiges Team.
Irgendwann kam ich dann aufs Westernreiten-das Pony musste natürlich mitmachen.Nach ein wenig übung Bestritten wir dann unser erstes Spass Turnier-und siehe da wir hatten Blut geleckt.
Fjora entwickelte sich im laufe der zeit zu einem absolut Suveränen Trail-Pony und auch in der Horse-und Showmanship konnten wir glänzen.Wir Kämpften uns von den Freizeitklassen bis in die LK1 der EWU Jugend und drehten grade richtig auf.


Wir hatten unser bisher Größtes Turnier genannt,hatten den ganzen Tag gewaschen,eingeflochten und die Sachen eingepackt .am nächsten Morgen um 3 Uhr Früh sollte es losgehen.
Am Abend so gegen 20Uhr Klingelte dann mein Telefon: haltet mich für verrückt aber ich wusste ganz genau das dieser Anruf nichts gutes bedeutet-ich glaube ihr kennt auch dieses komische ziehen im Magen das immer dann einzug hält wenn etwas schlimmes passiert.
Und so war es auch:"Anika , komm schnell-Fjora geht es sehr schlecht!"

Sofort warfen wir alles in die Ecke und fuhren in Windeseile (ich hatte noch Puschen an) zum Stall.Dort angekommen war schon der Tierarzt da-mit diesem Gesichtsausdruck den kein Pferdebesitzer bei seinem Tierarzt sehen will.Die Ansage "Tierklinik-hier kann ich nichts mehr tun"- er Spritzte sie noch fit damit wir sie überhaupt in den Hänger bekommen konnten - und wir traten wen Weg zur letzten Chance mit röhrendem Motor und der tachonadel am anschlag an-ob das Auto dadurch irreperable Schäden davontragen würde war uns egal.
In der Bremer-Kolik Klinik angekommen-die als eine der besten in ihrem fach gilt,wartete man bereits auf uns. Ein glück ,Fjora stand noch auf ihren Beinen und war während der Fahrt nicht kollabiert.
Die Tierärzte führten die üblichen untersuchungen durch,die Hoffnung hing wie ein schützendes Tuch über uns allen,bis zu dem Moment wo der Bauchraum anpunktiert wurde-und die Flüssigkeit die eigendlich durchsichtig sein sollte-nur noch aus Blut bestand.

Genau hier brach meine Welt zusammen. ich hatte ein jahr lang pferdewirtschaft gelernt-das Thema Darmriss war genauestens durchgenommen und mit den Worten "dann lasst eure Pferde gehen-denn ab dem Stadium der roten Punktionsflüssigkeit-gibt es keine Hofnung mehr" geschlossen.
Die Ärzten legte mir die Hand auf die Schulter und hielt mich fest-denn ich währe wohl sonst in diesem Moment zusammengebrochen. "Bitte hör mit zu",sagte sie."Es ist ein wunder das deine Stute überhaupt noch lebt-ein Pferd mit diesen werten dürfte überhaupt nicht mehr stehen-sowas habe ich noch nie erlebt! aber eine OP würde sie nicht mal ansatzweise überstehen-egal wie sehr wir uns bemühen.doch schlussendlich es ist deine entscheidung was wir nun tun werden"

Ich musste nicht überlegen. Mein Pony kämpfte grade für mich-stupste mich an-versuchte stark zu sein. Also musste ich auch für sie kämpfen-nähmlich mit mir selbst,ein Teil in mir schrie "es gibt immer hoffnung" doch der größte Teil wusste dass das nicht stimmte. Tausendmal war ich es in Gedanken durchgegangen-was währe wenn-damit ich im ernstfall nicht der Verlustangst unterlag und einen kampf kämpfte, den ich nicht gewinnen konnte-niemals sollte sie um meinetwillen Leiden müssen.

Sie wurde leicht sediert damit sie sich hinlegte. ich nahm ihren Kopf auf den Schoß und summte unser Lied-als Die tierärztin Die letzte Spritze ansetzte flüsterte ich tränenüberströmt in ihr Ohr.
"Mit dem Wind mein Engel-mit dem Wind"
Ihr kennt sicherlich alle die Sage in der Allah das Pferd aus wind erschuf und er ihm versprach das es nach seinem Tod wieder zu Wind werden würde um in ewiger Freiheit zu leben. Als ich 9 Jahre alt war und mit ihr das erstemal um ihr Leben kämpfen musste-versprach ich ihr das sie wieder zu Wind werden würde
-wie in der Sage- und das Immer wenn Sturm auf kommen würde oder im Sommer ein leichtes Rauschen rauschen durch die Wälder gleiten würde-ich an sie denken würde und niemand traurig sein müsste denn der Wind ist überall um uns herum wir würden immer zusammen sein auf diese Weise.


Ich hielt ihren Kopf noch lange in meinem Armen bis ich merke das auch die Wärme ihren körper verlies,wir nahmen einige Scheifhaare mit und beerdigten sie bei uns am Stall auf ihrer Lieblingskoppel.

Und noch Heute wenn es windig wird oder es sanft in den Laubdächern flüstert-denke ich immer an sie und fühle mich geborgen auf die eine besondere Art und Weise wie in jener Nacht als ich ihr das Versprechen gab.

 


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